Francisco de Goya – „Visionen von Schrecken und Hoffnung“
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Francisco de Goya.
Spanischer Maler und Kupferstecher.
Er lebte von 1746 bis 1828 und beeinflusste Picasso und die Surrealisten.
Er empörte Spanien mit der nackten „Maya“ und erschreckte sich selbst vor seiner spitzen Feder, als er den Druck seiner bitterbösen „Caprichos“ gegen Klerus und Adel nach wenigen Serien zurückzog.
Er begann als Hofmaler und hinterließ der Welt die schonungslosesten Dokumentationen von Kriegsgreueln, die je in der Absicht gemalt wurden, Menschen gegen das von Menschen geschaffene Leid wachzurütteln.
Goya ist einer der ganz Großen der Kunstgeschichte.
Im Sommer des Kulturhauptstadtjahres sind seine Botschaft und sein Selbstporträt im Museum Voswinckelshof zu sehen.
Verwirklicht wird das durch seine Bildkraft und seine ungebrochene Aktualität düstere Ausstellungs-Highlight im Dinslakener Kulturhauptstadtjahr durch die Kooperation des Museum Voswinckelshof mit dem Museum Baden, Solingen, und durch eine überaus großzügige Geste der Dinslakener Partnerstadt Agen.
Das Musée des Beaux-Arts d’Agen verfügt über eine Kollektion originaler Goya-Gemälde.
Für RUHR.2010 waren Stadt und Museumsleitung bereit, die „Mona Lisa“ der Sammlung, ein Selbstporträt des Spaniers aus dem Jahre 1783 der Ausstellung in der Partnerstadt zur Verfügung zu stellen.
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Hinzukommen ein zwischen 1818 und 1819 entstandenes Capricho von Francisco de Goya und „Le Garrot“ nach einen Motiv von Goya von Eugenio Lucas y Velasquez.
Mit den zwischen 1810 und 1820 entstandenen 82 Radierungen der „Desastres de la Guerra“, den „Schrecken des Krieges“ zeichnet Goya ein schonungsloses Bild der Grausamkeiten während der napoleonischen Besetzung Spaniens.
1938, kurz vor Ende des spanischen Bürgerkrieges, versuchten die republikanischen Truppen und die internationalen Brigaden, die Welt mit Hilfe dieser zeitlosen Schreckensbilder wachzurütteln.
Sie zogen von den im Institut für Calcografía in Madrid gelagerten Druckplatten der „Caprichos“ und der „Schrecken des Krieges“ Druckfolgen auf dünnem Japanpapier und sandten diese an Chamberlain, Daladier, Roosevelt und Stalin.
Das Museum Voswinckelshof wird 32 Blätter der „Schrecken des Krieges“ und der „Caprichos“ aus Privatbesitz zeigen.
„Ein künstlerisches Monument des freien Geistes gegen die Menschenverachtung der faschistischen Diktatur“, schreibt Dr. Rolf Jessewitsch, Leiter des Museums Baden in Solingen, wo die Ausstellung im Anschluss an Dinslaken gezeigt wird.
Francisco de Goya – „Visionen von Schrecken und Hoffnung“ wird präsentiert
von der Stadtwerke Dinslaken GmbH.
20. Juni bis 12. September, Museum Voswinckelshof, dienstags – sonntags 10 bis 18 Uhr